Ein Grußwort von Friedhelm Julius Beucher

 FJ Beudcher  Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes und Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland

 Grußwort:

Als mich Klaus Scholz gefragt hat ob ich in meiner Eigenschaft und als Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes und Nationalen Para-lympischen Komitees für Deutschland ein Grußwort zu seinem Buch schreiben könnte, da konnte ich mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, was dies für ein Buch sein sollte und vor allem welche behindertenpolitischen Aspekte er zu beschreiben denn vorhatte. Dabei kenne ich Klaus Scholz bereits seit Jahrzehnten, als guten Bekannten, Sportler, Kommunalpolitiker, Vereinsvorstand, Streiter für Gerechtigkeit in der Gesellschaft, Kommunal-Angestellter, Personalrat und nach seinem Ruhestand auch noch als selbstständigen Unternehmer. Und wer Klaus Scholz wie ich kannte weiß, dass, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, es dann auch durchsetzt:

Mit Beharrlichkeit, Ausdauer und – auch mit Sturheit!

Den Satz: Geht nicht, kennt er nicht!

Aufgeben: Ist ein Fremdwort für ihn!

Einschüchtern lassen = Fehlanzeige!

Und so wunderte es mich dann auch nicht mehr, als er mir sein Vorhaben erläuterte, ein Buch über seinen Weg zum Golf spielen als Mensch mit einer Behinderung – war ihm doch vor vielen Jahren ein Bein amputiert worden – zu schreiben. Also machte ich mich über sein Manuskript und den Entwurf her und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles was ich im Laufe unseres langen Kennens an Abwehreigenschaften kennen gelernt hatte findet in seiner zum Teil tagebuchähnlichen Beschreibung seiner Biographie seinen Widerhall. Anschaulich erfährt so der Leser wie er nach anfänglichen Misserfolgen und immer wieder neuen Anläufen seine Ziele, wie das Erreichen der „Platzreife“ beim Golf spielen und erfülltes Beherrschen des immer perfekter werdenden Golfspiels, erreicht. Und dabei – dass er nebenbei – viel Distanziertheit und Befangenheit von nicht behinderten Sportler erlebt; einschließlich der vorherrschenden Voreingenommenheit auf den unterschiedlichsten Golfplätzen in Deutschland. So ist dann auch insgesamt ein lesenswertes Erstlingswerk herausgekommen mit manchmal akribisch beschriebenen Schritten, welches vor allem Mut macht und machen soll = Menschen mit einer Behinderung auf ihrem Weg in die inklusive Gesellschaft zu begleiten.

Dieses Erstlingswerk soll vor allem Mut machen, bei scheinbar unüberwindbaren Hindernissen oder den vielen Schwierigkeiten, deren Bewältigung trotzdem anzugehen und dabei aufzeigen wie Mann und Frau dies machen kann. Und wer sich über die Zukunft des Golfspiels von Menschen mit einer Behinderung Gedanken macht wird wissen, „dass jetzt Golf bei Olympia in Rio 2016 der erste Schritt sein kann, dass es eines Tages dann auch heißen kann: „Golf wird paralympisch“!

Auf diesem Weg wünsche ich mir als Verbandspräsident noch viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Klaus Scholz war so begeistert von seinem eigenen Weg zum Golf spielen, dass er seinen Erfahrungsschatz mit vielen anderen Menschen mit einer Behinderung teilen wollte. Das ist ihm über die vielen Seiten in diesem „Buch“ ganz bestimmt gelungen.

„Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes und Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland“!